Naturteich oder Schwimmteich? Beratung vom Teichservice Hamburg

Wer sich im Garten einen Wasserkörper wünscht, steht früher oder später vor einer grundlegenden Entscheidung: Naturteich oder Schwimmteich. Beide Varianten bereichern ein Grundstück ästhetisch, ökologisch und emotional, aber sie stellen ganz unterschiedliche Anforderungen an Planung, Bau und Pflege. Aus den Einsätzen unseres Teams im norddeutschen Raum, vom windexponierten Reihenhausgarten in Finkenwerder bis zum parkartigen Grundstück in Aumühle, wissen wir: Der Unterschied entscheidet nicht nur über die Baukosten, sondern über alltägliche Routinen, über das ökologische Gleichgewicht und darüber, wie Sie den Teich im Jahresverlauf erleben.

Dieser Beitrag ordnet die wichtigsten Aspekte, zeigt typische Fallstricke und gibt Erfahrungswerte aus Projekten, die unser Teichservice Hamburg in den letzten Jahren begleitet hat. Ziel ist nicht, eine Einheitslösung zu propagieren, sondern die Kriterien so greifbar zu machen, dass Ihre Entscheidung auf festen Füßen steht.

Zwei Begriffe, zwei Welten

Ein Naturteich ist in erster Linie Lebensraum. Er orientiert sich an natürlichen Stillgewässern, mit flachen Uferzonen, wechselnden Wassertiefen, einer gut abgestimmten Bepflanzung und einem Nährstoffhaushalt, der ohne Technik stabil bleiben soll. Menschen treten hier als Beobachter auf. Baden ist nicht vorgesehen, höchstens mal knöcheltief an der Sumpfkante an heißen Tagen. Das Gewässer darf optisch „arbeiten“, also je nach Jahreszeit trüber oder klarer werden, Blüten treiben, Laub aufnehmen und wieder abbauen.

Ein Schwimmteich verbindet das Erscheinungsbild eines Naturgewässers mit der Funktion eines Pools. Hier stehen Badequalität und hygienische Stabilität im Vordergrund. Das Wasser soll klar sein, der Einstieg bequem, die Tiefe ausreichend zum Schwimmen. Das ökologische Prinzip bleibt erhalten, allerdings getrennt in Schwimmzone und Regenerationszone. Pflanzen, Substrate und in den meisten Fällen technische Unterstützung sorgen dafür, dass Nährstoffe gebunden und Schwebstoffe abgebaut werden. Das System toleriert menschliche Einträge wie Sonnenschutzreste, Hautschuppen oder Pollen in größerem Maß, als es ein Naturteich könnte.

Standort, Wind und Sonne: die unterschätzten Faktoren

Die lichte Lage spielt eine doppelte Rolle. Erstens treibt Sonnenlicht die Photosynthese an, was für Unterwasserpflanzen und die Sauerstoffbilanz wichtig ist. Zweitens heizt es das Wasser auf. In Hamburg erleben wir in Südlagen Wassertemperaturen von 24 bis 28 Grad, je nach Tiefe und Ausdehnung. Diese Werte begünstigen Badefreude, erhöhen aber auch das Algenrisiko, wenn der Nährstoffeintrag nicht konsequent begrenzt wird. In schattigen Innenhöfen sinkt die Temperatur oft nicht über 20 Grad hinaus, dafür bleibt das Algenwachstum moderat.

Der Wind bestimmt, wie Pollen, Laub und Staub eingetragen werden. In windexponierten Gärten an der Elbe sehen wir regelmäßig doppelt so viel organisches Material im Frühjahr wie in geschützten Hinterhöfen. Für Schwimmteiche planen wir hier fast immer Skimmerzonen oder Oberflächenabzüge, die den Wind nutzen und Treibgut dorthin leiten, wo man es leicht entnimmt. Im Naturteich kann man den Eintrag über breite Röhrichtgürtel abfangen, aber der Pflegeaufwand steigt in stürmischen Lagen dennoch.

Die Nähe zu Bäumen ist ein Klassiker. Ein einzelner ausgewachsener Ahorn kann im Herbst 40 bis 60 Kilogramm Laub eintragen, wenn der Teich frei steht. In der Praxis lösen wir das mit Laubfangnetzen von September bis November oder mit breiten, bepflanzten Uferterrassen, die das meiste Material abfangen, bevor es in die Tiefe sinkt. Wer den Gedanken an Netze ablehnt, sollte die Teichfläche lieber abseits dichter Baumkronen platzieren oder die Uferbepflanzung entsprechend dimensionieren.

Größe und Tiefe: Physik schlägt Wunschdenken

Teiche mit sehr geringer Wassermenge reagieren empfindlich. Ein 10 Quadratmeter großer Naturteich mit maximal 60 Zentimetern Tiefe kippt im August viel schneller in Richtung Algenblüte als ein 60 Quadratmeter großer Teich mit einer Tiefenzone von 1,8 Metern. Masse puffert. Ab etwa 50 Quadratmetern und einer ausgeprägten Tiefzone lassen sich robuste Gleichgewichte deutlich einfacher erreichen, insbesondere wenn die Uferzonen breit und vielschichtig angelegt sind.

Beim Schwimmteich bestimmt die Nutzung die Tiefe. Wer wirklich Bahnen ziehen will, braucht eine Schwimmzone von mindestens 1,6 bis 2,0 Metern Tiefe, für Sprünge eher mehr. In kompakten Gärten planen wir häufig 30 bis 40 Quadratmeter Schwimmfläche mit einer 30 bis 60 Prozent großen Regenerationszone. Ein Verhältnis von 1:1 ist sicher, kann aber bei guter Auslegung und Technikunterstützung auf 2:1 oder in seltenen Fällen 3:1 verschoben werden. Wichtig ist, dass die hydraulische Kopplung funktioniert, also dass das Wasser kontinuierlich durch die Filterzonen fließt.

Technik: so viel wie nötig, so wenig wie möglich

Naturteiche können komplett ohne Technik stabil laufen, wenn die Nährstoffquellen im Griff sind. Entscheidend sind nährstoffarmes Substrat, eine straffe Pflanzung mit klaren Zonen und konsequente Pflege in den ersten zwei Jahren. In urbanen Lagen mit hoher Pollenlast oder in kleinen Teichen hat sich eine dezente Unterstützung bewährt: ein leiser Membranbelüfter für die Sommernächte, ein kleiner Skimmer während der Blütenpollenzeit, manchmal ein Sedimentfang in der Tiefzone. Das Ziel bleibt, biologische Prozesse zu stärken, nicht zu ersetzen.

Schwimmteiche akzeptieren menschliche Einträge, deshalb entlastet Technik die Biologie. Bewährt haben sich Schwerkraft-Skieber, fein abgestimmte Trommel- oder Vliesfilter für Grobstoffe, anschließende Pflanzen- oder Substratfilter für Nährstoffbindung und ein energiesparender Umwälzstrom von 0,5 bis 1 Beckenvolumen pro Tag. In sehr klarheitsorientierten Projekten kommen zusätzliche Biofilterkammern oder Zeolithschächte hinzu, in denen Phosphat chemisch gebunden wird. UV-Licht setzen wir zurückhaltend ein, vor allem als kurzfristige Maßnahme bei hohen Schwebealgenblüten, nicht als Dauerlösung. Technik ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeugkasten, der zur jeweiligen Einbausituation passen muss.

Materialwahl: Fundament für Jahrzehnte

Folienlösungen dominieren. PVC-Folie ist günstig und gut verschweißbar, altert aber schneller und ist empfindlicher gegen Weichmacherverlust. EPDM-Kautschuk ist robust, elastisch und langlebig, allerdings schwerer zu verarbeiten und teurer. In Ecken und Bögen zeigt EPDM seine Stärken, während große klare Becken mit PVC wirtschaftlicher sind. In Wurzeldruckzonen empfehlen wir Wurzelschutzvlies unter der Dichtung, vor allem bei Bambus, Schilf oder standorttreuen Weiden.

Naturnahe Bauweisen mit Lehm- oder Tonabdichtungen finden wir selten auf städtischen Grundstücken, da die Baugrundvoraussetzungen oft fehlen und Setzungen zu Undichtigkeiten führen. Für Liebhaber sind sie eine Option, wenn Platz, Geduld und Sachverstand vorhanden sind. Stahlbetonbecken mit Naturteich-Optik sind im Schwimmbereich eine Überlegung, wenn exakte Geometrien, starke Randbelastungen oder integrierte Stege gewünscht sind. Sie treiben die Kosten deutlich, bieten aber Planbarkeit und eine glatte Grundlage für Reinigungsarbeiten.

Bei Uferkonstruktionen bevorzugen wir kapillarbrechende Kanten, also Trennschichten, die verhindern, dass Oberflächenwasser mit Nährstoffen ins Becken einsickert. Kiesbänke wirken natürlich, müssen aber mit Unterzügen stabilisiert werden, damit sie nicht in die Tiefe rutschen. Holzdecks aus Lärche oder Robinie halten ohne Chemie lange genug, wenn sie konstruktiv gut gelöst werden, etwa mit Hinterlüftung und ausreichendem Abstand zur Wasserlinie. Edelstahl ist pflegeleicht, verträgt aber kein chlorhaltiges Umfeld. In reinen Natur- und Schwimmteichen stellt das kein Problem dar.

Pflanzen: Gestaltung und Funktion in einem

Beim Naturteich bilden Röhricht, Sumpfstauden, Unterwasserpflanzen und Schwimmblätter ein dynamisches System. Röhrichtzonen mit Rohrkolben, Igelkolben oder Schilf sollten maßvoll eingesetzt werden, sonst übernehmen sie. Für private Teiche in Stadtlagen arbeiten wir häufig mit filigraneren Arten wie Hechtkraut, Sumpfvergissmeinnicht, Froschlöffel und Blutweiderich. Unterwasserpflanzen wie Laichkraut oder Tausendblatt stabilisieren durch Sauerstoffabgabe und Nährstoffbindung, müssen jedoch im Hochsommer kontrolliert zurückgeschnitten werden, damit sie nicht kippen und am Boden faulen.

Im Schwimmteich spielen Pflanzen eine andere Rolle. Sie sitzen überwiegend in der Regenerationszone, dort gerne in Körben oder in definierter Substratmatrix. Ziel ist, Nährstoffe zu binden, Biofilme zu tragen und organisches Material schnell zu verarbeiten. Weniger ist mehr: drei bis fünf robuste Arten, die im Jahreslauf verlässlich arbeiten, sind einem bunt gemischten Staudenbeet überlegen. In der Schwimmzone vermeiden wir alles, was Fäden, Dornen oder scharfkantige Halme bildet. Seerosen funktionieren, wenn der Übergang zur Schwimmfläche klar bleibt und die Sorten dem Tiefenbereich entsprechen.

Wasserqualität, die nicht auf Glück basiert

Wasseranalysen liefern die Leitplanken. In der Planungsphase prüfen wir das Füllwasser, insbesondere die Karbonathärte (KH), Gesamthärte (GH), Phosphat (PO4-P) und pH-Wert. Leitungswasser in Hamburg liegt häufig bei KH 6 bis 10 und pH 7,2 bis 7,8, also im grünen Bereich. Brunnenwasser ist eine Wundertüte: Mal phosphatarm, mal eisenreich, mal mit erhöhtem Ammonium. Einmalig 60 bis 100 Euro für eine Laboranalyse sparen auf lange Sicht viel Ärger.

Nach dem Start hilft ein einfacher Rhythmus: Im ersten Jahr alle vier Wochen messen, im zweiten Jahr nach Bedarf, also vor der Hauptsaison und nach stärkeren Wetterwechseln. Bei Werten über 0,05 Milligramm Phosphat pro Liter reagieren Schwimmteiche mit Trübungen, während Naturteiche das manchmal wegpuffern, dafür mehr Fadenalgen aufbauen. Steigt der Leitwert unerwartet, suchen wir nach Einträgen wie Düngewasser vom Rasen oder Leckagen an der Kapillarsperre.

Baukosten und Betriebskosten ehrlich betrachtet

Die Bandbreite ist groß. Ein kleiner Naturteich mit 15 bis 25 Quadratmetern, Folie, zwei Uferzonen und einfacher Bepflanzung beginnt inklusive Erdarbeiten meist im unteren fünfstelligen Bereich. Wer selbst mit anpackt, spart, muss aber Planung und Detaillösungen sauber umsetzen. Mittelgroße Naturteiche von 60 bis 100 Quadratmetern mit gestuften Ufern und solide dimensionierten Kies- und Pflanzflächen liegen, je nach Gelände, bei einem moderaten mittleren fünfstelligen Betrag.

Schwimmteiche starten höher. Die Gründe liegen in zusätzlicher Erdbewegung, Trennwänden oder -matten, Filterzonen, Technikschächten und sicherer Randgestaltung. Ein funktional ausgelegter Schwimmteich mit 30 Quadratmetern Schwimmfläche und vergleichbarer Regeneration kann, inklusive Technik, vom oberen fünfstelligen in den unteren sechsstelligen Bereich reichen, wenn der Zugang gut ist. Komplexe Außenanlagen, schlechte Zufahrten oder Fels im Baugrund treiben die Kosten.

Im Betrieb verursacht ein Naturteich vor allem Arbeitszeit, nicht Strom. Das jährliche Zurückschneiden, Entschlammen der Tiefenzone alle paar Jahre, das Abfischen von Fadenalgen im Frühsommer und die Kontrolle der Kapillarsperre gehören dazu. Schwimmteiche benötigen Strom für Pumpen und Steuerung, je nach Auslegung zwischen 30 und 200 Watt Dauerlast. Hochwertige, drehzahlgeregelte Pumpen senken die Kosten. Verbrauchsmaterial wie Vliesfilterrollen fällt in manchen Systemen an, ebenso gelegentliche Substratwechsel in Phosphatfallen. Dem steht der Komfort eines klaren Badegewässers gegenüber, das ohne Chlor auskommt.

Pflegekalender, der sich bewährt hat

Im Frühjahr, sobald das Wasser stabil über 10 Grad liegt, beginnen wir mit dem Rückschnitt der vertrockneten Stauden, bevor die neuen Triebe auslaufen. Im Naturteich belassen wir etwas Altmaterial als Lebensraum, im Schwimmteich arbeiten wir sauberer, um keinen Nährstoffpuffer aufzubauen. Erste Sichtkontrolle der Technik, Dichtungen schmieren, Pumpen auf Funktion und Durchsatz prüfen.

Von Mai bis Juli beobachten wir den Pflanzenaufwuchs. Unterwasserpflanzen rechtzeitig auslichten, bevor sie kippen. Fadenalgen nicht mit der Sense, sondern in Portionen entfernen, denn abrupte Eingriffe setzen gebundene Nährstoffe frei. In Schwimmteichen reinigen wir Skimmerkörbe, spülen Vorfilter per Hand oder automatisiert und halten die Umwälzung so hoch, dass die Oberfläche frei bleibt.

In der Hochsaison August bis Anfang September achten wir auf Sauerstoff. Warme Gewässer kommen in die Nacht mit niedrigen O2-Werten. Eine leise Belüftung oder das Erhöhen des Umwälzstroms in dieser Phase verhindert Kippmomente. Badegäste duschen idealerweise kurz vor dem Schwimmen, das reduziert Einträge. Sonnenschutzmittel sind die kleinen, unterschätzten Nährstoffträger.

Im Herbst holen wir fallweise Laubnetze heraus. Im Naturteich dürfen Blätter in Uferzonen teilweise liegen bleiben, im Schwimmteich sammeln wir schneller. Technik schalten wir nach Wassertemperatur reduziert, viele Anlagen laufen mit 30 bis 50 Prozent Leistung bis 8 bis 10 Grad Wassertemperatur und gehen dann in den Wintermodus. Pumpen, die trocken stehen, können ganz aus. Unterwasserpumpen mit Frostbereich müssen durchlaufen oder fachgerecht entnommen werden.

Der Winter verlangt Geduld. Eisdecken lassen wir ruhen, sie schützen. Offene Stellen sollten nicht mit heißem Wasser erzeugt werden, sondern mit Eisfreihaltern oder durch einen sanften Luftheber. Im März, sobald es taut, beginnen die Kontrollen von vorne, ohne Aktionismus.

Rechtliches, das gern übersehen wird

In Hamburg und Umgebung greifen Bauordnungen und ggf. naturschutzrechtliche Vorgaben. Ab einer bestimmten Größe, Tiefe oder bei starken Geländeveränderungen ist eine Genehmigung notwendig. Nähe zu Grundstücksgrenzen, Einfriedungen und Verkehrssicherungspflichten spielen hinein, insbesondere bei öffentlichen Zugängen oder wenn Kinder im Umfeld leben. Regenwasser darf nicht automatisch in den Teich geleitet werden, wenn damit Straßenabwässer oder Dachkieselstaub eingetragen werden. Ein Vorgesetzter in einem unserer Projekte unterschätzte das. Nach dem ersten Herbst stieg der Phosphatwert, die Klärung brach ein. Die Lösung war eine vorgeschaltete Retentionsmulde mit Sedimentfang, seither läuft das System stabil.

Ästhetik und Nutzung: der Charakter entscheidet

Naturteiche sprechen alle Sinne anders an. Sie duften dezent nach Wasser und Pflanzen, sie summen, sie spiegeln den Himmel weicher. An windstillen Tagen sieht man Kleinlebewesen, an warmen Abenden hört man die Frösche. Wer diese Atmosphäre liebt, toleriert auch mal grüne Schleier im Frühsommer. Es hilft, den Blick vom „Poolklar“ zu lösen und ihn auf das Lebendige zu richten.

Schwimmteiche leben von der Spannung zwischen Natürlichkeit und Funktion. Der Einstieg über ein Holzdeck, klare Wasserflächen, definierte Kanten, ein leichter Oberflächenzug. Alles lädt zum Sprung ein. Kinder lernen spielerisch schwimmen, Erwachsene ziehen morgens Bahnen. Die Regenerationszone bleibt ruhig, mit maximaler Distanz zur Schwimmbewegung. Wer Ordnung und Badetauglichkeit wünscht, fühlt sich hier zuhause.

Typische Fehler und wie wir sie vermeiden

Viele Probleme beginnen bei der Erdform. Unsaubere Böschungen, zu schmale Uferstufen oder fehlende Kapillarsperren rächen sich. Wir zeichnen die Höhenlinien vor Baubeginn auf, markieren Uferterrassen in der Fläche und prüfen die Standsicherheit. Ein einmal sauber gebauter Unterbau spart in zehn Jahren ein Vielfaches an Pflege.

Zweiter Klassiker ist das falsche Substrat. Gartenerde hat im Teich nichts verloren. Sie bringt Nährstoffe ein und sackt. Wir nutzen definierte Quarzkiese und mineralische Mischungen, die wenig Feinanteil aufweisen. In Regenerationszonen arbeiten wir je nach System mit Teichreinigung Körnungen zwischen 2 und 8 Millimetern, manchmal in Schichtungen, um Fließwege zu definieren.

Dritter Fehler: zu viele Arten, zu wenig Strategie. Ein bunt bepflanzter Teich ist nicht automatisch stabil. Wir planen Funktionen, nicht Farben. Erst wenn der Stoffwechsel steht, erweitern wir behutsam. Ein Kunde in Eppendorf bestand auf zwölf Seerosensorten in einem 25 Quadratmeter Becken. Nach dem zweiten Jahr haben wir auf drei robuste Sorten reduziert und die Wasserqualität stabilisierte sich deutlich.

Wie die Entscheidung reift: Fragen, die wir stellen

    Wie oft möchten Sie im Jahr baden und wie wichtig ist Ihnen klares Wasser gegenüber maximaler Ökologie? Wie viel Zeit wollen Sie selbst in die Pflege investieren und wie viel darf ein professioneller Teich und Gewässerservice übernehmen? Gibt es Kinder, Haustiere oder häufige Gäste, die die Nutzung prägen? Wie sensibel ist das Umfeld gegenüber Geräuschen von Pumpen oder Belüftern und wie sind die baulichen Gegebenheiten für Technikschächte? Welche Jahreszeiten wollen Sie besonders genießen, die Blüten im Juni oder die stille Spiegelung im Oktober?

Diese Fragen hören sich schlicht an, doch sie bringen Prioritäten ans Licht. Daraus entsteht ein Konzept, das nicht am Prospekt, sondern am Alltag ausgerichtet ist.

Was der Teichservice Hamburg konkret leistet

Beratung beginnt bei uns mit dem Grundstück. Wir messen Windrichtungen, schauen uns Dachflächen, Rasenhöhen und Nachbarbäume an. Wir prüfen Bauzugänge, denn ein 3-Tonnen-Minibagger passt nicht durch jede Gartentür. Auf Wunsch analysieren wir Füllwasser und Boden. Wir entwerfen Formen, die nicht nur schön sind, sondern baubar und pflegefreundlich. In der Ausführung koordinieren wir Erdarbeiten, Abdichtung, Uferbau, Technikinstallation und Bepflanzung aus einer Hand.

In der Pflege bieten wir modulare Pakete. Manche Kundinnen lassen sich im ersten Jahr eng begleiten, um das System kennenzulernen, und übernehmen später vieles selbst. Andere wünschen dauerhaft einen Rundumservice. Der Teich und Gewässerservice umfasst saisonale Durchsichten, Wasseranalytik, Pflanzenpflege, Schlammreduktion, Technikwartung und Troubleshooting nach Starkregen oder Hitzephasen. In Hamburg rechnen wir mit zwei Wetterextremen pro Jahr, die eine Sonderpflege sinnvoll machen. Darauf richten wir Termine und Bereitschaft aus.

Beispiele aus der Praxis

Fall 1, kleiner Naturteich in Eimsbüttel: 18 Quadratmeter, Tiefe 1,2 Meter, breite Uferstufen, zwei Oberflächenzuflüsse von Dachflächen via Kiesmulde. Keine Dauertechnik, nur ein mobiler Skimmer für die Pollenzeit. Nach anfänglichen Fadenalgen im Mai stabilisierte sich das System im zweiten Jahr, nachdem wir die Unterwasserpflanzen halbiert und den Phosphatwert mit Zeolith in der Uferzone gebunden haben. Pflegeaufwand: drei bis vier halbe Tage pro Jahr.

image

Fall 2, kompakter Schwimmteich in Bergedorf: 32 Quadratmeter Schwimmzone, 20 Quadratmeter Regeneration, Umwälzung knapp ein Beckenvolumen pro Tag, Trommelfilter im Technikschacht, leise 60 Watt im Normalbetrieb. Glasklar von Mai bis September, Badegäste duschen kurz. Ein Starkregenereignis spülte Rasenfeinsedimente in die Kapillarsperre, nachjustiert mit einer Rinne und einem Schotterstreifen. Betriebskosten: jährlich niedriger dreistelliger Betrag für Strom, dazu Wartungspauschale.

Fall 3, großzügiger Naturteich in Blankenese: 120 Quadratmeter mit Inselzone, Röhrichtgürtel an der Westseite als Windfang. Lehmiger Baugrund, EPDM-Folie, kapillarbrechende Randlösung mit Naturstein. Keine Technik, dafür sternförmige Flowlines über Pflanzenführung. Nach zwei Jahren nahezu wartungsfrei, einzig der Herbst verlangt netzweise Laubfang. Besucher sind Eisvögel und Ringelnattern, was als Zeichen für gutes Habitat gewertet werden darf.

Ökologie mit Augenmaß

Teiche sind Biotope, nicht Dekoration. Sie knüpfen an regionale Arten an, wenn man ihnen Raum lässt. In Hamburg tauchen schnell Libellen auf, später Molche, manchmal Frösche. Wer Fische einsetzen möchte, sollte die Konsequenzen kennen. Fische wirbeln Sedimente auf und recyceln Nährstoffe, sie erhöhen den Pflegeaufwand spürbar. In Schwimmteichen sind sie wegen Hygienefragen ohnehin selten sinnvoll. Für Naturteiche empfehlen wir sie nur, wenn das Ziel bewusst in Richtung Zierfischteich geht, dann aber mit strengklarer Fütterung und Filterstrategie.

Lichtverschmutzung ist ein stiller Störfaktor. Dauerhaft beleuchtete Ufer stressen Insekten. Wenn Beleuchtung gewünscht ist, sollte sie warm, punktuell und zeitlich begrenzt sein, beispielsweise über Präsenzmelder bis 23 Uhr. Das reicht für stimmungsvolle Abende, ohne den Nachthimmel zu ruinieren.

Entscheidungshilfe in einem Satz

Wer vor allem schaut, lauscht und saisonale Veränderungen liebt, wird mit einem Naturteich glücklich. Wer regelmäßig schwimmen, klares Wasser genießen und hygienisch sicher bleiben will, ist mit einem Schwimmteich besser beraten. Beides kann großartig sein, wenn Planung und Pflege zu den eigenen Erwartungen passen.

Wie wir den nächsten Schritt mit Ihnen gehen

Eine fundierte Entscheidung fällt leichter mit einem Ortstermin. Wir, der Teichservice Hamburg, nehmen uns Zeit für Gelände, Wünsche und Budget. Aus diesen drei Faktoren entwickeln wir eine belastbare Lösung, die nicht nur im ersten Sommer funktioniert, sondern in zehn Jahren noch Freude macht. Ein guter Teich zeigt seine Qualität in Hitzeperioden, nach Starkregen und im dritten Jahr, wenn das System eingelebt ist. Genau dafür planen und begleiten wir.

Wenn Sie möchten, beginnen wir mit einer kompakten Erstberatung vor Ort und einer Wasseranalyse. Daraus entsteht eine Skizze mit Größen, Zonentiefen, Materialvorschlag und einer ehrlichen Kostenspanne. Der Teich und Gewässerservice übernimmt dann den Bau oder, falls Eigenleistung gewünscht ist, die baubegleitende Qualitätskontrolle. Für den Betrieb definieren wir einen Pflegefahrplan, der zu Ihrem Alltag passt, vom minimalistischen Naturteich bis zum klaren Schwimmteich mit leiser Technik.

Hamburg ist eine Wasserstadt. Ein gut gebauter Teich fügt sich in dieses Bild ein, bringt Ruhe in den Garten und öffnet den Blick. Ob Naturteich oder Schwimmteich, die richtige Wahl ist die, die Ihr Grundstück, Ihr Zeitbudget und Ihren Geschmack respektiert. Alles andere erledigt solide Planung und eine Pflege, die weiß, wann sie eingreifen muss und wann sie das Wasser arbeiten lässt.

Name: Wiechardt & Stähr Teich- und Gewässerservice GbR Adresse: Löhweiden 14, 21709 Himmelpforten Telefon: 04144 6989301